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Maria Goretti war eine jugendliche Heilige. Sie lebte in Nettuno in der Nähe von Rom und starb mit 12 Jahren einen gewaltsamen Tod.
Ihren Vater hat sie mit 10 Jahren verloren. Deshalb musste sie für ihre vier kleinen Geschwister sorgen und die Küche bestellen. So konnte sie ihre Mutter entlasten, die auf dem Feld arbeitete und das nötige Geld verdiente. Maria schaute zugleich auch noch zu den im selben Haus wohnenden Kindern. Doch der Älteste von ihnen, Alessandro Serenelli, wurde ihr zum Verhängnis. Der halbwüchsige Bursche machte sich über sie her, doch sie wusste energisch zu widerstehen. Am 5. Juli 1902 überfiel er sie in der Küche und verletze sie mit vierzehn Messerstichen tödlich. Maria Goretti ist für ihre Reinheit gestorben und steht für viele Mädchen und Frauen, denen durch Vergewaltigung schweres Leid zugefügt wurde. Es wird berichtet, dass Maria Gorettis letztes Wort ein Wort der Vergebung für den Täter war. Der Täter nahm nach der Verbüssung der Jugendstrafe ein Leben der Aussöhnung im Kloster auf sich.
Maria Goretti wurde vom italienischen Volk sofort nach ihrem frühen Tod verehrt. Ihre Gestalt bedeutete der italienischen Nachkriegsjugend viel. Bis heute ist ihr Grab gut besucht von jungen Mädchen, die ihre Sorgen und Anliegen vor ihr aussprechen.
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